„winterreise“ 31. Sonderausstellung / ZAKHAROV g. alexander / Malerei, Grafik


VIP-Preview:  Freitag 01.03.2019 / 20:00 Uhr (auf Einladung)

Einführung/Künstlerinterview geführt von Dr. Jörg Bockow (Public Relations / Münster)

Musikalische Umrahmung / Short-Concert mit Olga Nowikowa / Piano & Lars Födisch / Kontrabass (beide Dresden)

First day:    Samstag 02.03.2019 / ab 11:00 Uhr

der Künstler ist anwesend!

Last day:    Samstag 30.03.2019  / ab 11:00 Uhr

01097 Dresden, Obergraben 10 , im Neustädter Barockviertel Dresden

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Fotos: Alexander G. Zakharov

     

    

 

    

Fotos: Uwe E. Nimmrichter, www.projektn2.de  & Galerie FLOX

Der Himmel ist nebelverhangen. Grau in Grau ist die Landschaft – verloren vor einem unendlich weiten Horizont. Leise rieselt der Schnee. Die Palette des Malers birgt schier unglaubliche Schattierungen von Weiß. Strommasten stehen wie bizarre Mahnmale, strecken ihre Arme hilfesuchend in die Ferne. Menschen stapfen unverdrossen einer ungewissen Zukunft entgegen. „Winterreise“ nennt Maler Alexander G. Zakharov seinen aktuellen Gemälde-zyklus. Ohne explizit darauf Bezug zu nehmen, knüpft Zakharov kongenial an die Motive der „Winterreise“, dem großen Liederzyklus von Franz Schubert an. Melancholie scheint wohl ein zutiefst menschlicher, von territorialen Grenzen und zu allen Zeiten unabhängiger Seelenzustand zu sein.  Der, wenn dauerhaft präsent durchaus weit ins Schattenreich bis hin zum Tode führen kann. Der aber auch, als temporäre Phase durchaus das Potential zum Innehalten, zum Reflektieren bis hin zum unendlichen Träumen hat. So ist es auch bei Zakharov – die immer-währende Suche des Menschen nach Sinn, Heimat und Glück, die sich in dessen Bildern Bahn bricht. Landschaften werden zu Seelenbildern so als hätten Otto Modersohn oder der norwegischen Maler Edvard Munch mit seiner Schwermut Pate gestanden. Die Kälte, die aus diesen Gemälden auf den Betrachter überspringt, die Weite der Horizonte, die Einsamkeit der schwarzen Gestalten, die Monochromie des Grau durchdringen einen buchstäblich bis auf die Knochen. Das Herz ist schwer von lauter Sehnsucht, sucht das Licht.  „Malen, das ist etwas, das aus mir herauskommt. Ich bin Werkzeug, wie Pinsel, Spachtel, Schaber, Ritzer sind auch meine Arme Werkzeug“, sagt der Künstler. „Es malt mich. Ich muss malen! Es macht mich malend, es wird in mir gemalt, so malt es mich.“ Alexander G. Zakharov wurde am 19. Juni 1957 in Kiew/Ukraine als Sohn russischer Eltern geboren. Eine Ausstellung führt ihn nach Deutschland, wo er der Liebe wegen seit über 20 Jahren lebt und arbeitet. Alexander G. Zakharov hat bereits in vielen namhaften Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt – unter anderem in Chicago, Singapur, Paris, Zürich, Trelleborg, Dubai und New York.

Autoren: Dr.Jörg Bockow (Münster), Hellfried Christoph (Dresden)