HERENDA mirsad
Mirsad Herenda - Lebensbäume und mehr
"Was ist für dich wichtiger: Der Prozess oder das Endprodukt?" "An diesem Punkt in meinem Leben ist mir der Prozess wichtig. Es ist fast so, als befände ich mich in einer Art sexueller Erregung. So würde ich es beschreiben, wenn es um den Prozess meiner Arbeit geht. Das Ergebnis kann abstoßend sein und gleichzeitig kann ich Liebe für dieses Stück empfinden. Es kann sein, dass ich, wenn ich eine Arbeit beende, ein sehr unangenehmes Gefühl empfinde. Dann bewahre ich sie an einem Ort auf, an dem ich sie nicht se- hen kann, mit einer Decke abgedeckt, steht sie dann vielleicht ein halbes Jahr einfach in der Ecke. Nur sehr wenige Menschen wollen wissen, wie der Arbeitsprozess abläuft. Aber viele Menschen kommen in mein Atelier, um meine Arbeit zu sehen und viele von ihnen haben eine emotionale Verbindung zu ihr. Aber ich habe auch das Gefühl, dass viele es den Menschen heute nicht leichtgemacht wird, Gefühle zu zeigen und zu haben."
"Was es bedeutet es für Dich, berühmt zu sein?" "Was es bedeutet, berühmt zu sein? Lange Zeit dachte ich, dass Geld im Leben keine Rolle spielt. Aber ich musste verstehen, dass Geld etwas ist, was uns Freiheit gibt und mit vielen anderen Dingen zusammenhängt. Ich habe nie an Ruhm gedacht, für mich war es nur notwendig, um meine Ideen und Träume, die ich hatte, verwirklichen zu können. Für mich ist das Wort Ruhm sehr seltsam. Ruhm bedeutet, eine Show zu machen. Aber ich bin kein Showman, ich bin kein Schauspieler. Ich tue, was ich tun muss. Ich habe mir den Weg des Künstlers nicht ausgesucht, der Weg hat mich gewählt."
Autorin/Interviewerin: Janine Ahmann
Mit seinen Skulpturen ruft er höchst poetische Atmosphären hervor, in denen die Gleichzeitigkeit von Natur, Verletzlichkeit und Grausamkeit zum Vorschein kommt: feines Moos und Stahlflechten, der dramatische Moment einer fliehenden Ziege, ein sanft wehender Wind auf den Blechen aus geschmolzenem Metall.Mirsad Herendas Kunstwerke rufen poetische Atmosphären hervor, in denen Verletzlichkeit und Grausamkeit zum Ausdruck kommen. Seine Stücke sind mit feinem Moos und Stahlflechten verziert, die den Eindruck erwecken, als würde der Wind sanft auf das Metall wehen.
1967 | geboren in Gorazde, Bosnien-Herzegowina |
seit 2022 | Zusammenarbeit mit Galerei FLOX |
seit 2007 | Freischaffender Künstler in eigenem Atelier in Bremen |
PREISE/AUSZEICHNUNGEN | |
2010 | Andreaspreisträger, Ausstellung „Natur – Mensch“ |
AUSBILDUNG/STUDIUM | |
2007-2011 | Studium der Freien Kunst bei Prof. B. Altenstein und Prof. F. Hörnschemeyer an der HfK, Bremen, Abschluss mit Diplom, danach Meisterschüler bei Prof. F. Hörnschemeyer |
2006 | Gaststudium bei Prof. B. Altenstein an der Hochschule für Künste, Bremen |
1996-2002 | Studium der Bildhauerei an der HfK Sarajevo |
EINZELAUSSTELLUNGEN Auswahl | |
2023 | "Eisenzeiten", Galerie Alte Rathaus Worpswede |
2022 | "stil _ bewegt", Kunst Forum Oldenburg |
2021 | "Gunst und Gabe", Galeria Subject Object Berlin |
"Kunst:Voll vernetzt", Villa Sponte Bremen | |
2020 | "Phänomenal Floral", Kunstkreis Graefelfing – München |
2019 | Galerie Montmartre, Paris |
"Made OF Steel", Galeria Benjamin Eck München | |
2018 | "Aus der Wunderkammer", Galerie am Stall , Hude |
2017 | "Stürmische Zeiten", Galeria Gerlach , Sottrum |
2016 | "Tracce", Galerie Bianca Maria Rizzi, Milano, Italien |
2014 | „lakoje sad Pricati“ Galeria Roman Petrovic, Sarajevo BiH |
2013 | Galerie Filser & Gräf, München |
2011 | Galerie, Fuhrmann, München |
2010 | "Global Minds", Galerie Atelier 21, Aachen |
2009 | Galerie Bernack, Worpswede |
GRUPPENAUSSTELLUNGEN Auswahl | |
2021 | “Opus in Artem In Itinere I – Arte Kunst Val Taro“, Bedonia/Parma, Italien |
"Zwei Positionen", Galerie Wildes Weis Bremen | |
2020 | “Radici“, Opus in Artem im Castello di Compiano, Italien |
2015 | „Der nackte Menschen“ Galerie Subject – Object, Berlin |
2012 | „Junge Kunst im Bundesumweltministerium“ BMU, Bonn |
1997 | Galerie „Collegium artisticum“, Sarajevo |