karneval der farben

karneval der farben - auf den spuren derVeränderung / Malerei, Druckgrafik, Papierschnitt

"Soft opening" / Erster Tag 21. Januar 2023 / ab 11:00 Uhr

Führungen und Interview zu Beginn und zu jeder vollen Stunde, Künstlerin ist anwesend!

Letzter Tag: Samstag 11. März 2023 / ab 11:00 Uhr

Die Künstlerin beschäftigt sich mit der Natur, mit ihren Gesetzmäßigkeiten und dem Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt. Obwohl der Mensch als Abbild in ihren Kunstwerken nicht vorkommt, spielt aber eine Rolle, welche Spuren er in der Natur hinterlässt. “Die Natur ist für mich ein Ort der Ursprünglichkeit und essentiell wichtig für unsere Existenz. Meine Naturverbundenheit wird in meiner Kunst erkennbar. Es sind innere Bilder, in denen der Mensch als distanzierter Beobachter wahrnehmbar bleibt.” Bei ihren Motiven greift die Anett Münnich auf Erinnertes zurück. Nie ist ein Motiv direkt oder unmittelbar an einen realen Ort gebunden oder stellt diesen bildhaft dar. Vielmehr sind es Fragmente von Erfahrungen, Beobachtungen, Erinnerungen und Emotionen, aus denen die Künstlerin ihre Motive entwickelt. Ihr Ansatz ist es, zu beobachten, zu ergründen, zu erfassen: “Es geht mir um Offenheit und Wahrnehmung, um Respekt und Toleranz, um das Zulassen und Loslassen, und auch darum, das Träumen zu bewahren.” Aus einem eng verflochtenen Netz aus Linien und Flächen entwickelt sie ihre landschaftlichen Szenarien, abstrahiert mit ungewöhnlichen Farbkombinationen und lenkt die Augen der Betrachter geschickt durch lebhaft miteinander verwobene Linien und Flächen in das Dahinter, in das Danach. Alles verändert sich, nichts bleibt, wie es war. Selbst die Änderung wird veränderbar. Die scheinbar schöne Idylle in Ihren Arbeiten ist trügerisch, Bäume brechen um, Blattwerk vertrocknet, jede Bildgeschichte zeigt ein bewegtes Werden und Vergehen. In der Umsetzung variiert und kombiniert Anett Münnich künstlerische Techniken und überlässt damit dem schöpferischen Prozess einen möglichst unbegrenzten Freiraum.

© Anett Münnich, Januar 2021